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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Verbundprojekt:  B I O G A S - E X P E R T
im Kompetenzzentrum Biomassenutzung in Schleswig-Holstein

         
 
15 - Ökonomie
Siegel der Fakultät
 
Teilprojekt 15  (Phase 2)

 

"Ökonomische Auswirkungen und Bewertungen der Biogasproduktion in Schleswig-Holstein"

 

 

 

Laufzeit
01.10.2009 bis

 

 

Bearbeiter
Dr. Jerzy Michalek, Prof. Dr. Dr. Christian Henning

 

 

Ziel
Die hohe Vergütung von Energieeinspeisung auf Grundlage des Erneuerbare-Energie- Gesetzes führte zu einer starken Zunahme der Zahl der Biogasanlagen in Schleswig- Holstein, bis zum Ende 2007 werden ca. 200 Anlagen projiziert. Aufgrund der Flächenkonkurrenz zwischen Bioenergie- und Nahrungsmittelproduktion ergeben sich klare Substitutionseffekte zwischen der Bioenergie- und der herkömmlichen Nahrungsmittelproduktion. Insbesondere wird befürchtet, dass eine zunehmende Ausweitung der Bioenergieproduktion aufgrund der entsprechend günstigeren Verwertung von leichten bis mittleren Böden die Milchproduktion verdrängen bzw. zumindest signifikant einschränken könnte. Neben der Wirtschaftlichkeit sind aber auch die Auswirkungen auf die Stoffströme im Produktionssystem und entsprechende Konsequenzen auf lokale Umweltwirkungen bei einer wohlfahrtsökonomischen Bewertung von Biogasanlagen mit zu berücksichtigen.

 

Die relative wirtschaftliche Vorzüglichkeit der Bioenergie- bzw. der Nahrungsmittelproduktion wie auch die jeweilig implizierten Stoffströme hängen neben betriebsindividuellen produktionstechnischen Bedingungen von regionalen Bodenqualitäten und von relativen Produktund Faktorpreisen ab. Insofern ergeben sich sowohl betriebstypen- als auch regionenspezifische Anpassungsmuster und Umweltwirkungen. Dabei hängen diese Anpassungsmuster extrem von den jeweiligen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen, insbesondere der staatlichen Förderung der Bioenergieproduktion wie auch agrarumweltpolitischer Rahmenbedingungen (Düngeverordnung, Cross Compliance) ab.

 

Auf betrieblicher Ebene stehen Landwirte und Investoren daher vor der Herausforderung, die Flächenproduktivität, die Methanproduktivität der Anlage sowie die Stoffströme auf den Betriebsflächen optimal zu gestalten, dabei spielen neben den betriebwirtschaftlichen Aspekten der Biogasproduktion auch agrarumweltpolitische Maßgaben der Düngeverordnung sowie Cross-Compliance-Vorgaben der EU ein zentrale Rolle. Auf sektoraler Ebene stellt sich die Frage, wie sich die jeweiligen betrieblichen Entscheidungen in die Entwicklung sektoraler Kennzahlen wie ländliche Bodenpreise, sektorale Output- und Inputstrukturen umsetzen. Auf regionaler Ebene stellt sich die Frage, welche Impulse von den agrarsektoralen Entwicklungen im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftlichen Entwicklung, Beschäftigung, Pro-Kopf- Einkommen sowie lokale Umweltbedingungen in ländlichen Regionen ausgehen.

 

Ziel dieses Projektes ist nun eine quantitative Analyse dieser komplexen ökonomischen Auswirkungen einer verstärkten Ausbreitung der Bioenergieproduktion in Schleswig-Holstein unter Berücksichtigung umweltrelevanter Restriktionen. Dabei ist speziell eine Untersuchung der Auswirkungen auf der betrieblichen, der sektoralen und der regionalen Ebene und deren Implikationen auf lokale Umweltgüter für unterschiedliche Unternaturräume in Schleswig-Holstein unter unterschiedlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen anvisiert.

 

 

Beschreibung
 

 

 

Fotos

 

 

 

 

 

 

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